Gerade sehe ich die Einträge in meinen Kategorien durch und finde, dass in der Kategorie Meine Mittagessen nur ein Eintrag steht. Wieso ich überhaupt dafür eine Kategorie angelegt habe, begreife ich nicht. Was schwebte mir da vor? Wollte ich mich zum Kochen animieren oder nur meine Dosen- und Tütensuppen vorstellen, aus denen (nicht immer) meine Mittagessen bestehen? Vielleicht wollte ich mir ja auch eine Möglichkeit verschaffen, mich über mich selbst lustig zu machen, weil ich ungern koche. Aber nicht das Kochen an sich stört mich, sondern das Abwaschen danach. Für eine Geschirrspülmaschine fehlt mir leider der Platz, sonst hätte ich mir schon längst eine angeschafft. Besonders das Töpfe-Abwaschen liebe ich gar nicht und am wenigsten mag ich eine meine nach Gebrauch ganz fettige Wok-Pfanne abwaschen. Meine Wok-Pfanne liebe ich zwar sehr, man kann darin sehr schön viel kleingeschnittenes Gemüse und in Streifen geschnittenes Fleisch nach chinesischer Art schmoren, und es schmeckt hervorragend.
Aber dann, wenn ich fertiggegessen habe, steht sie da herum und keine Heinzelmännchen sind in Sicht.
So kommt es, dass ich mich, da immerfort Tütensuppen zu essen nicht gesund ist, für Gerichte entscheide, die gesund sind, sich schnell zubereiten lassen und wenig Abwasch machen.
Hier ein Rezept: (Fortsetzung folgt gelegentlich)
Schrotsuppe
6 Esslöffel Grünkernschrot
1/2 l Wasser
Frischkäse, Salz, Pfeffer
Distelöl, Kräuter
Grünkernschrot einweichen, zum Kochen bringen, auf kleiner Flamme dünsten, zum Schluss den Frischkäse in der fertigen Suppe verrühren.
Guten Appetit!
Frau geht eigentlich nie zum Arzt, weil ihr erstens die Zeit zu schade ist und zweitens, sie den ganzen Ärzten nicht recht
traut. Frau behandelt sich für gewöhnlich selbst, macht sich in Internetforen schlau oder schaut in ein Gesundheitsbuch mit dem Titel Jetzt helfe ich mir selbst.
Dann gibt es aber Sachen, wo Frau denkt, dass es vielleicht besser wäre, sich in die Hand eines "fachmännisch ausgebildeten Mediziners zu begeben", sofern es ihr gelingt, einen derartigen
aufzutreiben.
In ihren Fall braucht Frau einen Augenarzt, da ihr im rechten Auge immer ein trüber Nebel erscheint und sie das nicht in Ordnung findet.
Was mag das sein?
Frau geht systematisch vor und befragt liebe Bekannte, von denen sie weiss oder vermutet, dass sie Kontakt zu Ärzten haben oder hatten.
Bekannte Nr. 1 kennt einen Augenarzt, den sie "empfehlen" kann. Auf Befragen muss sie jedoch zugeben, dass sie dort beim ersten Mal drei Stunden lang hat warten müssen. Um dem abzuhelfen,
behauptet sie, müsse man nur kurz vor Ende der Sprechstunde erscheinen, dann ginge es schneller.
Frau will keine drei Stunden im Wartezimmer eines Arztes verplempern und befragt Bekannte Nr. 2. Diese empfiehlt einen Augenarzt, weiter weg, aber noch einigermassen gut erreichbar, falls die
S-Bahn dahin gerade nicht mal wieder ausfällt. Du solltest aber vorher anrufen, mahnt sie, sonst musst du doch den lieben langen Tag warten, dass der Onkel Doktor dich empfängt.
Frau glaubt alles, was ihr gesagt wird und ruft in der Praxis des weitergelegenen Augenarztes an. Nein, wir machen nicht mit Anmeldung, sagt die Stimme am Telefon. Sie müssen nur eine
Viertelstunde vor Beginn der Sprechzeit erscheinen, dann kommen sie noch am gleichen Tag dran. Sprechzeiten? Die Telefonstimme rattert diese so schnell runter, dass Frau, die ein schlechtes
Gedächtnis und kein Papier und Bleistift zur Hand hat, nichts mitbekommt.
Wenn es nun doch nirgendwo mit Anmeldung geht, denkt Frau, dann nehme ich doch lieber den Augenarzt in meiner Nähe. Frau packt kurzentschlossen Versichertenkarte und zehn Euro in den Rucksack und
begibt sich eine Viertelstunde vor Ende der Sprechstunde (wie ihr die Bekannte geraten hat, damit man schnell drankommt) in die Praxis.
"Hallo, sagt sie fröhlich. "Hier bin ich, und ich möchte gerne behandelt werden. Ich habe nämlich immer so einen Nebel vor dem einen Auge und..."
Das geht jetzt nicht mehr, unterbricht die Sprechstundenhilfe sie unhöflich. "Sie müssen genau zu Beginn der Sprechstunde kommen, dann können wir Sie noch am selben Tag behandeln..."
"Oh, sagt Frau, "dann muss ich wohl wiederkommen..."
Frau wankt aus der Praxis und denkt daran, dass sie mal etwas von einer Ärzteschwemme gehört hat. Das schein aber wohl nicht zu stimmen, es gibt wohl eher eine Patientenschwämme.Und dieser Nebel,
ist der wirklich so schlimm, dass sie deswegen zum Arzt muss? Es gibt bestimmt viele Menschen, die so ein bisschen Nebel vor den Augen haben und nie daran denken würden, wegen so einer
Kleinigkeit den Arzt aufzusuchen.
Aber wie steht es nun mit dem deutschen Gesundheitswesen, für das Frau horrende Krankenkassenbeiträge bezahlt? Mal angenommen, man würde ernsthaft krank, müsste man dann halbe Tage bei den Ärzten
verbringen, damit die einen mal empfangen? Sich vielleicht Verpflegung mitbringen, eine Thermoskanne mit Kaffee, um nicht einzuschlafen und seinen Minicomputer, sofern man einen hat, um nicht vor
Langeweile zu sterben?
Frau sieht schwarz und überlegt, was sie tun kann, damit sie nie, nie, nie krank wird. Dazu fällt ihr aber gar nichts ein.
Online shoppen ist ja ideal, nur schlecht für die Figur. Aber ob schlecht für die Figur oder nicht, es macht einfach Spass, in
aller Ruhe und ohne dauernd geschubst und getreten zu werden, keine Beratung zu kriegen und obendrein auch noch in einer endlosen Schlange seine Zeit verplempern zu müssen, während die miese
Kaufhausluft einen den Schweiss von der Stirn perlen lässt.
Nein, da sitze ich doch lieber zu Hause am Computer, suche mir aus, was ich haben will und bestelle es.
Es ist allerdings nicht immer so einfach, das ist wahr. Da gibt es Shops, wo man sich sich erst registrieren muss, ehe man überhaupt was bestellen kann, andere gestalten den Bestellvorgang so
umständlich, dass man am Ende genervt aufgibt. Wieder andere wollen den Grossen Bruder markieren und alles möglich von dir wissen, um ihre Statistiken führen zu können. Da kann man aber ruhig
lügen, das ist nicht strafbar (diese Behauptung ist ohne Gewähr für ihre Richtigkeit) jedenfalls habe ich schon ein oder zweimal bei einer Bestellung mein Alter mit neuundneunzig Jahren angegeben
und hab trotzdem alles geliefert bekommen. Seinen Namen und seine Adresse muss man aber trotzdem richtig angeben, das ist klar, sonst bekommt man nichts zugeschickt.
Was ich am besten finde, ist, dass man im Netz ganz spezielle Sachen kaufen kann, die es im Laden nicht so ohne weiteres gibt. So habe ich zum Beispiel für meine Zwerghamster ganz spezielle
Laufräder bestellt, die garantiert tierfreundlich sind, hamstergetestet (wirklich!!) und in denen meine Lieblinge laufen können, ohne sich den Rücken zu verbiegen oder die kleinen Pfötchen
einzuquetschen. Für meine Zwerge habe ich auch einen guten Shop in Weimar aufgetan, der sich auf den Bau von Kleintierbehausungen aus beschichteten Holz mit Glastüren spezialisiert hat und dort
eine Nagerhütte bestellt, die jetzt ein wahres Schmuckstück in meiner Wohnung ist. Billig war das natürlich alles nicht, allein die Versandgebühren für die Nagerhütte betrugen fünfundzwanzig
Euro. Das war schon ein Schwergewicht.
Die Paketdienste sind, so finde ich, oft das schlechteste an der Online Bestellung. Es gibt Leute, die hatten soviel Ärger mit ganz bestimmten Paketdiensten, dass sie nie mehr per Internet
gekauft haben.
Wie gesagt, man kann ganz spezielle Sachen im Internet kaufen und man kann andererseits auch sparen. So war meine Digicam, die ich bei Neckermann bestellt hatte (Nein, nein, das ist keine
Werbung!) fünfzig Euro billiger als hier im Mediamarkt.
Was die Sicherheit des Im-Netz-Kaufens angeht, so habe ich auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ich achte aber auch darauf, wo ich kaufe und recherchiere, was andere für Erfahrungen
mit einem Shop gemacht haben. Die Verbraucherzentrale rät ja, dass man sich die AGBs genau durchlesen soll, es sollen Telefonnummer und Adresse des Shops darin enthalten sein und es soll
alternative Bestellmöglichkeiten geben. Bei der Bestellung sollen die Daten verschlüsselt übertragen werden, wobei das Schlossymbol in der Adresszeile erscheinen muss.
Per Nachname zahlen, ist ja teuer, da ich keine Kreditkarte habe, bezahle ich meist per Vorkasse. Allerdings muss ich sagen, dass ich keine Riesensummen überweise. In einem solchen Fall würde ich
doch einen Bezahldienst wie z.B. PayPal vorziehen.
Ob der gut ist, weiss ich allerdings nicht, da ich ihn noch nie gebraucht habe.
Na, mal sehen, wie es mit dem Kaufen weitergeht. Ich glaub, es gibt bald eine mächtige Flaute. Der Export geht schon den Bach runter, und die Bundesregierung schmeisst den Firmen die Milliarden des Steuerzahlers in den Rachen, um das marode Wirtschaftssystem zu stützen.
Darum, liebe Leute, Kauft, kauft, kauft und rettet unsere Wirtschaft. Wer kein Geld hat, der leiht sich halt was. Wie? Die Banken verleihen kein Geld mehr? Da gibt es nur eines: Ihr habt doch sicher noch eine alte Pudelmütze im Schrank, in die schneidet ihr in Augenhöhe zwei Löcher rein und zieht sie über den Kopf...
Mehr verrate ich
nicht...
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